Haushalt 2026/27: Verantwortung übernehmen statt Wunschlisten schreiben

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Der Doppelhaushalt 2026/27 der Stadt Metzingen gehört ohne Zweifel zu den schwierigsten Haushalten der vergangenen Jahre. Steigende Pflichtaufgaben, wachsende Umlagen und unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass die Spielräume für Kommunen immer enger werden. Auch Metzingen bildet hier keine Ausnahme.
Für die Freien Wähler Metzingen war deshalb von Beginn an klar: Dieser Haushalt verlangt Verantwortung und Augenmaß – nicht zusätzliche Belastungen. Entsprechend hat die FWV-Fraktion bewusst keine Änderungsanträge gestellt, die den Haushalt weiter belasten würden. Stattdessen haben wir Anträge eingebracht, die helfen sollen, den Haushalt zu stabilisieren und den Blick auf die wirklich wichtigen Themen zu richten.
Der Fraktionsvorsitzende Stefan Köhler brachte diese Haltung in seiner Haushaltsrede deutlich zum Ausdruck: „Vor der Lage sein heißt agieren – nicht nur reagieren. Metzingen habe nach wie vor die Möglichkeit, seine Zukunft aktiv zu gestalten. Gleichzeitig brauche es Mut bei Entscheidungen, weil niemand die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Jahre exakt vorhersehen könne.“
Gerade deshalb unterstützen die Freien Wähler ausdrücklich das Vorgehen der Stadtkämmerei und der Verwaltung bei der Aufstellung dieses Haushalts. Die Stadt steht vor der Herausforderung, notwendige Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Mobilität und Stadtentwicklung zu ermöglichen, obwohl gleichzeitig strukturelle Defizite im Ergebnishaushalt entstehen. Dass Metzingen dennoch handlungsfähig bleibt, ist auch der sorgfältigen und vorausschauenden Arbeit der Kämmerei zu verdanken.
Die Freien Wähler sehen ihre Rolle dabei klar: 100 % für Metzingen – ohne ideologische Scheuklappen, ohne parteipolitische Profilierung. Unser Ziel ist es, die langfristige Stabilität der Stadt zu sichern und gleichzeitig die Lebensqualität in Metzingen zu erhalten. Dieser Haushalt ist deshalb kein Wohlfühlhaushalt. Er ist ein Verantwortungshaushalt. Er zeigt offen, dass die finanziellen Spielräume enger werden – und er zeigt gleichzeitig, dass Metzingen weiterhin bereit ist, gezielt in seine Zukunft zu investieren. Welche Themen dabei für die Freien Wähler besonders im Mittelpunkt stehen, erläutern wir als nächstes.
Vier zentrale Themen für Metzingen: Wohnen, Mobilität, Freizeit und Wirtschaft
Der Doppelhaushalt 2026/27 ist ein besonders schwieriger Haushalt. Die Freien Wähler Metzingen haben bewusst auf zusätzliche finanzielle Belastungen verzichtet . Gleichzeitig haben wir in unserer Haushaltsrede deutlich gemacht, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Haushalt nicht bedeutet, stillzustehen. Metzingen muss sich weiterentwickeln. Deshalb haben wir vier Themenfelder benannt, in denen wir besonderen Handlungsbedarf sehen.
Wohnen und Bildung
Wohnraum ist in Metzingen nach wie vor knapp und teuer. Aus Sicht der Freien Wähler liegt der Schlüssel nicht in immer neuen Förderprogrammen, sondern vor allem in der Aktivierung vorhandener Flächen. Grundstücke, die seit Jahren brachliegen, sollten wieder stärker in den Fokus rücken. Die Stadt muss dabei nicht alles selbst bauen, sie kann aber Impulse geben, Gespräche führen und Prozesse beschleunigen. Wenn der oft beschworene „Bauturbo“ wirklich zünden soll, müssen baureife Grundstücke vorhanden sein. Im Bereich Bildung sehen wir Metzingen insgesamt auf einem guten Weg. Schulen und Kindertageseinrichtungen sind wichtige Zukunftsinvestitionen. Gerade das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Kitas ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal für Metzingen.
Mobilität
Verkehr, Lärm und Parkdruck gehören für viele Bürgerinnen und Bürger inzwischen zu den größten Alltagsthemen. Große Infrastrukturprojekte werden Zeit und Geld benötigen. Gleichzeitig gibt es aber auch kleinere und pragmatische Lösungen, die schneller umgesetzt werden könnten. Dazu gehören etwa Verkehrsversuche, effizientere Parkraumkontrollen oder neue Mobilitätsformen. Die Freien Wähler sind überzeugt: Nicht jede Verbesserung muss Millionen kosten – manchmal reicht der Mut, neue Ansätze zu testen.
Freizeit und Vereinsleben
Trotz der angespannten Haushaltslage sprechen sich die Freien Wähler klar gegen Kürzungen bei Vereins- und Kulturförderung aus. Die möglichen Einsparungen wären gering, der Schaden für das gesellschaftliche Leben in Metzingen jedoch groß. Gerade Vereine, Kultur und Ehrenamt prägen das soziale Leben unserer Stadt – und das sollte auch so bleiben.
Wirtschaft und Innovation
Ein weiterer Schwerpunkt liegt für uns auf Wirtschaft und Innovation. Metzingen muss weiterhin ein attraktiver Standort für Unternehmen bleiben. Gleichzeitig sehen wir große Chancen in Digitalisierung und neuen Technologien. Warum sollte Metzingen nicht auch ein Testfeld für innovative Lösungen sein? Offenheit für Neues kann gerade in schwierigen Zeiten ein wichtiger Standortvorteil sein.
Im Folgenden geht es also darum, warum der Haushalt trotz dieser Herausforderungen weiterhin Investitionen vorsieht – und weshalb die Freien Wähler diesen Kurs unterstützen.
Investieren trotz schwieriger Lage – warum Metzingen jetzt handeln muss
Eine Frage taucht immer wieder auf: Warum investiert Metzingen weiter, obwohl die finanzielle Situation schwieriger wird? Die Antwort ist einfach – und gleichzeitig entscheidend für die Zukunft der Stadt. Viele Investitionen lassen sich nicht beliebig verschieben. Schulen, Kitas, Straßen und öffentliche Gebäude müssen instandgehalten oder erneuert werden. Wird heute nicht investiert, entstehen später deutlich höhere Kosten.
Deshalb verfolgen Stadtverwaltung und Stadtkämmerei eine klare Strategie: notwendige Investitionen umsetzen, Fördermittel nutzen und gleichzeitig den Haushalt stabil halten. Die Freien Wähler unterstützen diesen Kurs ausdrücklich. Ein wichtiger Faktor dabei sind Förderprogramme von Bund und Land. Diese Mittel stehen häufig nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung. Werden sie nicht genutzt, verfallen sie. Für Metzingen bedeutet das: Wenn wir jetzt nicht investieren, verlieren wir Chancen für die Zukunft unserer Stadt.
Gleichzeitig wird deutlich, dass viele Probleme nicht auf kommunaler Ebene entstehen. Der kommunale Finanzausgleich, steigende Umlagen und wachsende Pflichtaufgaben setzen Städte und Gemeinden bundesweit unter Druck.
Der Haushalt 2026/27 zeigt deshalb zwei Dinge gleichzeitig: Metzingen bleibt handlungsfähig – aber die Herausforderungen für Kommunen werden größer.
Für die Freien Wähler Metzingen bleibt dabei ein Grundsatz entscheidend: Unsere Politik ist 100% auf Metzingen ausgerichtet. Wir arbeiten nicht für parteipolitische Interessen, sondern für die Entwicklung unserer Stadt. In seiner Haushaltsrede formulierte der FWV-Fraktionsvorsitzende Stefan Köhler deshalb einen klaren Appell: Metzingen müsse mit „Zuversicht und Mut“ an die kommenden Jahre herangehen.
Genau dafür stehen die Freien Wähler Metzingen: für pragmatische Lösungen, strategischen Weitblick und eine Politik, die sich konsequent am Wohl unserer Stadt orientiert.
